eduScrum Deutschland ist 2017 auf Roadshow

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Alles eduScrum, oder was?! - eduScrum Deutschland ist 2017 auf Roadshow

Seit Anfang 2017 steigt das Interesse an agilen Lernmethoden in Deutschland spürbar an. eduScrum ist dabei eine von vielen Möglichkeiten, den Unterricht agiler zu gestalten. Um den Nebel ein wenig zu lichten, ist eduScrum Deutschland 2017 auf Roadshow. Das heißt, wir besuchen vermehrt Schulen, Konferenzen oder Scrum-Tische, stehen Rede und Antwort für interessierte Neu-eduScrummer und üben aktiv eduScrum.

eduScrum, das ist doch nix Neues...

„Ja, nee, Scrum kenne ich schon!“ oder „Gruppenarbeit hatten wir früher mal, aber das haben wir dann wieder eingestellt.“ höre ich zum Thema eduScrum - von Scrummern, von Lehrern, von meiner Mutter.
Natürlich erfindet eduScrum das Lern-Rad nicht neu, ist bei weitem aber nicht nur die nächste Gruppenarbeit oder Scrum in der Schule aka „irgendwie Scrum in irgendwie einer Lehranstalt“.

Ein Lehrer hat sich überlegt, wie man agile Prinzipien und Scrum für den Unterricht nutzen kann. Bei einer Anwendung von Scrum in der Schule, die über die Erprobung in der nächsten Projektarbeit hinausgehen soll, gibt es gewisse Eckpunkte, die wir zu berücksichtigen haben.

So ist der Lehrplan (meist) leider nicht verhandelbar. Das häufigste Missverständnis seitens der Agilisten, das mir begegnet, ist: eduScrum ist Scrum, heißt zudem „edu-„ von wegen der Schulen und bedeutet, dass wir in der Schule Produkte mit Schülern mit Hilfe von Scrum entwickeln. Ja, wäre toll! Aber nein, das ist nicht das, was wir meinen.

eduScrum ist alltags- und unterrichtstauglich.
Mit Hilfe von eduScrum sollen Schüler, genau wie Hochschüler und Studenten, anstehende Klassenarbeiten und Klausuren schreiben können.
eduScrum ist kein Zusatzhilfsmittel, eduScrum ist Unterricht! Bei eduScrum geht es darum, die anfallende Lernarbeit geschickt im Team zu planen und zu erledigen. Ein eduScrum-Projekt ist deswegen bewusst ein Sprint und dauert im Schulkontext in einem Fach nicht länger als zwei Monate.
Definition of Done: alle haben alles verstanden und gelernt. Definition of Fun: wir wollen unsere Zusammenarbeit so gestalten, dass wir beim Lernen Spaß haben. Auch hier werden Aufwände gepokert, allerdings um einen Überblick über die noch zu bewältigenden Aufgaben zu behalten. Und sich selbst entweder Hausaufgaben aufzugeben - oder nicht.

Darf man das dann noch Scrum nennen?

Was haben wir denn dann noch von Scrum? Oder wie ein Kollege auf der Agile Cologne mich fragte: „Wie kommst Du denn darauf, das eduScrum zu nennen, wenn das Backlog feststeht?“
eduScrum ist nicht Scrum. Sondern eduScrum.

Der Prozess bleibt erhalten: wir planen, wir arbeiten, halten Dailys ab und am Ende gibt es ein Review, bei dem wir Lernergebnisse ausliefern und eine Retrospektive, bei der wir uns unsere Zusammenarbeit ansehen.
Und wir bauen auf die drei Säulen Transparenz - Inspektion - Adaption.

Der Team-Lernplan sowie der Fortschritt der Teams ist dauerhaft für alle Beteiligten auf den eduScrum-Boards oder Flaps ersichtlich. Durch häufige Retrospektiven in den Teams und im Team-Klassenverband mit dem Lehrer lernen die Schüler, sich selbst und anderen Feedback zu geben, und verbessern ihre Zusammenarbeit.

Es geht nicht nur um das schnellere Liefern von Wissen

Auch wenn die eduScrum Klassen so Wochen vor ihren Mitschülern mit dem Stoff fertig sind, steht das schnellere Lernen bzw. Ausliefern von Lernergebnissen nicht im Vordergrund. eduScrum soll die Schüler vor allen Dingen durch Stärkung der Teamfähigkeit und Anpassungsfähigkeit auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten und die 4Cs stärken: Communication, Collaboration, Creativity und Critical Thinking.

Sie sollen keine Angst davor haben, Fehler zu machen, sondern erfahren, dass Fehler eine tolle Gelegenheit zum Lernen darstellen. Sie sollen den Mut haben, falsch zu liegen. Immerhin sind sie nicht allein, sondern Teil eines starken Teams. In diesem Team sind sie nicht, weil sie etwas nicht können, sondern weil sie wissen, dass sie was dazu beitragen können.

Neugierig geworden, was eduScrum wirklich bedeutet? Dann kommen sie zu einem unserer nächsten Roadshow-Termine:

- am 23.06. bei der Hopp Foundation in Weinheim, Anmeldung unter

Alisa Stolze

- am 28.06. bei der Interhyp in München, Anmeldung via Eventbrite